Heinrich Böll Briefe aus dem Krieg 1939 – 1945 Hörbuch
Der Hörverlag gibt seit einiger Zeit eine Böll-Reihe heraus, die ich hier schon oft besprochen habe, so vor kurzem „Die verlorenen Ehre der Katharina Blum“. „Briefe aus dem Krieg“ stellen jedoch gleich mehrfach einen Unterschied zu den bisherigen Tonträgern dar.
Zum einen liest Böll nicht selbst und zum anderen erfährt der Hörer viel direkter etwas über den Menschen Böll. Die ersten Briefe hat er während seiner Stationierung in Osnabrück geschrieben. In allen Briefen wird deutlich, dass Böll nicht für den Dienst in Uniform geeignet ist. Er kann sich mit diesem Gedanken über all die Jahre nicht anfreunden. Weiterhin zeigen die Schriftstücke, dass der Kölner ein tief gläubiger Katholik war, der in starkem Gottvertrauen all die Dinge über sich ergehen ließ, die der Krieg mit sich brachte – seien es der Tod oder seine Häufigen Verwundungen. Die „Briefe aus dem Krieg 1939 – 1945“ werden von Philip Schwebmann vorgelesen, der gut vorträgt. Allerdings wäre es am besten gewesen, hätte hier auch Böll selbst vorgelesen.
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